Geschichte
1949 kaufte August Meier senior eine nagelneue Maschine und fing unter primitiven Verhältnissen im Stall und im Schopf seiner Schwiegereltern an, "Klosettpapier" herzustellen. Dieser neumodische "Luxusartikel" löste das Telefonbuch ab, das damals überall für den gleichen Zweck verwendet wurde!
Bei diesem riskanten Wagnis wurde er tatkräftig von seiner Frau Ida unterstützt und auch die Kinder mussten mithelfen. Die Hülsen für die Klosettpapierrollen wurden bei einer Firma in Bubikon gekauft und in zwei Meter hohen Säcken angeliefert. Allerdings war man als Kunde sehr der Willkür des Lieferanten ausgesetzt. Dieser belieferte viel lieber die Textilindustrie des Zürichoberlandes mit konischen Hülsen, die damals noch millionenfach gebraucht wurden. Nur sehr sporadisch wurde die Firma A. Meier-Probst mit einer Lieferung "beehrt". Nach drei Jahren war der Lieferant praktisch nicht mehr in der Lage, einen sinnvollen Termin einzuhalten.
Da entschloss sich August Meier, selber eine Wickelmaschine zu kaufen. Jetzt wurde es fast abenteuerlich im heimischen Stall. Der Leim wurde in grossen Pfannen gekocht und oft passierte, wie durch ein Wunder, kein Unglück dabei. Wieder musste die ganze Familie anpacken. Paul Meier persönlich brachte die Klosettpapier-Pakete mit Ross und Wagen ins benachbarte Balsthal zum Bahnhof.
Schon bald zeigte sich, dass die neue Maschine zu effizient war, um nur den Eigenbedarf an Kartonhülsen zu decken. Die Maschine war bei weitem nicht ausgelastet. Der tüchtige August Meier witterte sofort ein Geschäft. Das war der Anfang eines weiteren Hülsenfabrikationsbetriebs in der Schweiz. Der Fabrikneubau ermöglichte, die Produktion auszubauen.